Natur und Klima schützen – Gärtnern ohne Torf

Bio heißt nicht ohne Torf!

Eglinger Filz © O. Wittig LBV Bildarchiv
Eglinger Filz © O. Wittig LBV Bildarchiv

Wer in Gartencentern oder Baumärkten Blumenerde kaufen möchte, findet ein riesiges Angebot. Doch diese "Erden" bestehen meist nahezu ausschließlich aus Torf. Manchmal mit dem Zusatz "Bio" oder "hergestellt aus nachwachsendem Rohstoff".

 

Vielen Hobbygärtnern ist nicht bewusst, dass sie damit zur Zerstörung von Mooren beitragen - alleine in Deutschland auf über 30.000 Hektar.

 

Der LBV fordert daher alle Hobbygärtner zum Umdenken auf. Wir haben viele Tipps für Sie parat und außerdem ein kostenloses Faltblatt zum Thema, dass Sie neben vielen anderen Informationen und Produkten in unserem Natur-Info-Zentrum in Puchheim  erhalten oder hier online bestellen können.

 

Handeln Sie jetzt! Damit Moorlandschaften wie das Eglinger Filz nicht verschwinden.

Was ist überhaupt Torf?

Torfmoos ist der Hauptbestandteil der abgebauten Torferde: Das sind Fasern/Wurzeln, die vor allem die oberen Schichten des Moors durchziehen. Es wächst nur 1 mm pro Jahr. Moore speichern 1/3 des weltweiten Kohlenstoffs. Durch den Abbau von Torf werden Moore zerstört und enorme Mengen an Treibhausgasen in die Luft ausgestoßen, die zum Klimawandel beitragen.

Moor ist Leben

Wenn Moore einmal abgegraben oder trockengelegt sind, können sie sich nur schwer oder gar nicht wieder erholen. Das bedeutet das Aussterben vieler Tier- und Pflanzenarten, die nur in diesen Gebieten vorkommen. In Mooren leben außerdem viele gefährdete Pflanzen- und Tierarten, wie z.B. der Idas-Bläuling und die Trollblume. Sie verlieren immer weiter an Lebensraum und werden mehr denn je vom Aussterben bedroht. Die Fähigkeit natürlicher Moore den Wasserhaushalt einer Region positiv zu regulieren, nimmt mit zunehmender Moorzerstörung weiterhin ab. Hochwasserspitzen werden nicht mehr aufgefangen und die Gefahr von Hochwassern und Überschwemmungen steigt. Moorschutz ist daher effektiver Klima-, Arten- und Hochwasserschutz.


Wer also etwas für die Umwelt, das Klima und unsere Zukunft tun möchte, der sollte beim Kauf von Erden und Substraten torffreie Materialien wählen!